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Ausflug zum Tausch-Talent Hochschwab-Süd vom 08. – 09. Juli 2017

erstellt am 25. Juli 2017 | von : | Kategorien : Mitglieder-News,News | 0 Kommentare

Bericht unseres Ausfluges zu unseren Tauschnachbarn

Tausch-Talent Hochschwab-Süd

vom 08. – 09. Juli 2017

„Tausch & Plausch & Schmaus“

… und wieder wurde eine Veranstaltung unserem „Motto“ völlig gerecht!

Unser Treffpunkt mit den Tauschfreunden/innen um 09:30h bei der Erdefunkstelle in Graßnitz bei Aflenz (www.wabweb.net/radio/sender/sat-aflenz.htm) war gleichzeitig auch der Ausgangspunkt unserer Wanderung bzw. die Auffahrt auf die Schießling-Alm zum Almgasthaus Schießling auf 1484 m.

Eine kleine Gruppe von 8 Personen wagte den Aufstieg zu Fuß – es mussten ca. 600 Höhenmeter überwunden werden. Teilweise durch angenehm kühlen Wald, teilweise vorbei an sonnenbeschienenen Hängen mit unzähligen Blumen und Sträuchern, welche alle von Ingrid genau benannt wurden, Kraftnahrung aufnehmend mit den den Weg säumenden Walderdbeeren, erreichte diese Gruppe nach ca. 3 Stunden das Almgasthaus, wo sie unter Applaus bereits von den anderen Mitgliedern erwartet wurde.

Die nicht ganz so sportlichen fuhren eine recht kurvige Mautstraße bis zur Schießling-Alm und von dort ging es über mit vielen Almblumen bewachsenen Wiesen – unter anderem pannonischem Enzian – in einer dreiviertel Stunde (gesagt wurde eine halbe!!) zum Gipfel dieses wunderbaren Aussichts-Berges. Von der Rax bis zu unserem Schöckl war die Bergwelt um uns ausgebreitet – ein atemberaubender Anblick! Begleitet wurden wir ständig vom Glockengeläute vieler Kühe bzw. Kalbinnen, die uns zwar neugierig begutachteten aber ansonsten ihren wichtigen Gras-Rupf-Geschäften nachgingen.

Ein ausgiebiger „Schmaus“ bei Schweinsbraten mit Knödel und Sauerkraut oder einer Brettljaus’n bei wunderschönem blauem Himmel, welcher nur ab und zu von Wolken durchbrochen wurde, und natürlich viel „Plausch“, belohnte uns für den Aufstieg bzw. die Auffahrt. Anschließend ging‘s wieder zurück zum Ausgangspunkt Erdefunkstelle, teilweise wandernd, teilweise fahrend.
Dort angekommen gingen wir in einen Schauraum der Erdefunkstelle, wo wir einen kurzen Film über die Funktion dieser Empfangs- und Sendestation mit den riesigen Parabolantennen auf ca. 6.500 m² Fläche sahen. Diese Erdefunkstelle ist die einzige in Österreich und ist mit mehreren Satelliten im Orbit verbunden. Von dort werden sämtliche digitalen Daten (Telefon, Internet, TV) empfangen und wieder weitergesendet – weltweit.

Als Abschluss dieses ersten Tages fuhren wir dann zu einem Beherbergungsbetrieb in Dörflach, wo wir in einem gemieteten Raum von unseren Tauschfreunden/innen bewirtet wurden.
Das Buffet „bog“ sich fast vor Reichhaltigkeit – neben pikanten Aufstrichen, Salaten, Quiche, gab es natürlich auch noch Süßes, verschiedenste Getränke und Kaffee. Außerdem wurden auf einem Tauschtisch noch Selbstgemachtes zum Tauschen angeboten, wo dann auch das eine oder andere den Besitzer wechselte. Diesem abendlichen „Tausch&Plausch&Schmaus“ frönten wir natürlich gemeinsam mit unseren Tauschfreunden. Nachdem alle satt, zufrieden und müde waren, wurden wir unseren Quartiergebern zugewiesen.

Die Unterbringung in den privaten Quartieren war gut und angenehm, das Frühstück – jedenfalls bei Sylvia – einfach eine Wucht. Außerdem hat sie sich auch am Abend „geopfert“ und mit einigen „Nachtaktiven“ noch ein Hoffest besucht.

Am nächsten Tag trafen wir uns am Parkplatz in Thörl vor dem „Alten Haus“ der Schachensteiner Landsknechte. Dort erfuhren wir in einer etwa 2-stündigen Führung viel über diese alte Zeit der Hammerherren. Wen es näher interessiert, kann sich unter: http://www.thoerl.gv.at/sehenswrdigkeiten informieren.

Im Alten Haus selbst besichtigten wir eine Rauchküche mit Brotbackofen und offener Feuerstelle, auch ein Kraftplatz befand sich darin, eine Schmiede, im Vorraum waren Rüstungen zu sehen, ein sogenannter Bihänder oder „Gassenhauer“ – ein riesiges Schwert, Hellebarden, eine Arkebuse – alte Vorderlader-Flinte mit einem seinerzeit schon genormten 32 mm Kaliber, eine „Feldschlange“ (Kanone aus Bronzeguss aufgebaut auf einer Lafette fahrbar mit 2 Holzrädern), weiters waren in diesem Haus noch Räumlichkeiten wie eine Küche mit großem Tischherd und Küchengeräten, ein Gastzimmer, welches mit einem alten Kachelofen – mit Schliefkamin – von der Küche aus beheizt wurde, im Obergeschoß mehrere Räume mit einem Kanonenofen, einem Kasperlofen, viele Kupferstiche mit Ansichten des oberen und unteren „Hammers“ und vieles mehr.
Als Abschluss konnten einige Mitglieder unter Anleitung des Führers mit einer alten Armbrust ihre Schießkünste ausprobieren, die meisten trafen wenigstens das Papier mit der Zielscheibe, andere nicht einmal das … 😊
Außerdem gingen wir noch durch einen im Jahr 1944 in den Felsen gesprengten Luftschutztunnel – bei 8°C und 80 % Luftfeuchtigkeit. Dieser Tunnel wird jetzt auch zu Heilzwecken von Lungenkranken verwendet.

Als letzten Programmpunkt gab es noch den Besuch des GH Bodenbauer am Fuße des Hochschwab-Massivs, wo wir das Mittagessen einnahmen. Im Wintergarten waren für uns Tische reserviert und jeder konnte a la carte bestellen.

Nach dem Essen besuchten einige das dortige Hochschwab-Museum bzw. machten einen Rundgang mit Ameisen-Lehrpfad durch das Tal vor dem Hochschwab.

Abschließend und nach nochmaligem Zusammensitzen bei Getränken oder Eis verabschiedeten wir uns von unseren Tauschfreunden/innen.

Noch einmal ein großes Dankeschön für diese wunderschönen, gut organisierten Ausflugstage, für die herzliche Aufnahme, die Bewirtung mit Speis und Trank und die privaten Nächtigungen. Es hätte nicht besser funktionieren können!
Wir können den Tausch-Talent Hochschwab-Süd nur wärmstens als Gastgeber empfehlen!

Erika und Angelika


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